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  • Flächensparen ist das Thema der Stunde

    • 09.11.2019
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Eins wurde deutlich beim 23. Plankstettener Gespräch: der größte Flächenverbraucher in Bayern sind die Einfamilienhaussiedlungen. Wenn der Flächenverbrauch in den kommenden Jahren auf die Zielgröße von 5 ha/Tag abgeschmolzen werden soll, muss die aktuelle Siedlungspolitik hinterfragt werden. Immer neue Baugebiete für Einfamilienhäuser auszuweisen ist Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.
Gerade Kommunen im ländlichen Raum beklagen vielfach den Wegzug der jungen Leute. Wenn günstige Wohnungen fehlen, ist das kein Wunder. Überdacht werden sollte ferner, ob eine Subventionierung der besser verdienenden Mittelschicht mit günstigem Bauland noch gerechtfertigt ist. Andere Gruppierungen, die viel eher einer Förderung bedürften (Alleinerziehende, Berufsanfänger, Studenten, Senioren, Alleinstehende...), gehen leer aus.
Vorschläge, Ideen und gute Vorbilder für eine flächensparende Siedlungspolitik gibt es. Die konsequente Innenentwicklung in Krumbach / Vorarlberg ist nur ein erfolgreiches Beispiel. Auch Bayern kann mit Vorbildern aufwarten. Die Integrierten Ländlichen Entwicklungen im Oberen Werntal und im Ilzer-Land, oder die Gemeinden Waldthurn, Kirchanschöring und Weyarn beweisen: Auch Bayern kann Innentwicklung!
Noch etwas wurde beim Plankstettener Gespräch deutlich. Der Bürgermeister allein kann die Wende hin zum Flächensparen nicht schaffen. Da müssen schon viele mit anpacken: Parteien, Gemeinderäte, Vereine, Verbände, Bürgerinnen und Bürger sind gefordert! Sonst wird sich die Minderheit der großen Landverbraucher weiterhin durchsetzen.
SDL Plankstetten wird gefördert von der BAYERISCHEN VERWALTUNG FÜR LÄNDLICHE ENTWICKLUNG, den Bezirken Oberpfalz und Niederbayern sowie dem Landkreis Neumarkt i.d.OPf.     Ländliche Entwicklung in Bayern